Van der Helm Logistics

Die internationale Logistik steht derzeit aufgrund außergewöhnlicher geopolitischer Entwicklungen im Nahen Osten unter Druck. Diese Situation hat direkte Auswirkungen auf sowohl die See- als auch die Luftfracht und kann die Transitzeiten, Kapazitäten und Kosten innerhalb der globalen Lieferkette beeinflussen.

Am 28. Februar 2026 ist die Situation im Nahen Osten nach militärischen Aktionen zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran eskaliert. Dadurch sind wichtige Seewege und Luftraumkorridore in der Region gestört, was zu erheblichen Herausforderungen für internationale Transportströme führt.

Van der Helm verfolgt die Entwicklungen aufmerksam und informiert Kunden über die möglichen Auswirkungen auf ihre Sendungen.


Auswirkungen auf den Seetransport

Straße von Hormus

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist derzeit fast vollständig zum Erliegen gekommen. Mehrere Containerreedereien haben alle Durchfahrten aus Sicherheitsgründen eingestellt.

Dadurch sind Häfen unter anderem in den folgenden Ländern über die üblichen Seewege vorübergehend schwer oder gar nicht erreichbar:

VAE (Jebel Ali, Abu Dhabi), Katar (Hamad), Saudi-Arabien (Dammam, Jubail), Kuwait, Bahrain, Oman und Irak (Umm Qasr).

Rotes Meer und Suezkanal

Aufgrund erneuter Angriffe auf die Schifffahrt im Roten Meer meiden Reedereien wiederholt den Suezkanal. Schiffe werden über das Kap der Guten Hoffnung umgeleitet, was zu längeren Transitzeiten, Druck auf die verfügbare Kapazität und höheren Betriebskosten führt.

Neben den direkten Auswirkungen auf die Seehandelswege erwarten wir in der kommenden Zeit auch weitere Störungen durch verschiedene Faktoren. Dazu gehören der Rückzug von Seeversicherern für Kriegsrisiken in dieser Region, ein Ungleichgewicht bei der verfügbaren Schiffskapazität und den Containern, Störungen der Fahrpläne sowie längere Routen durch Umleitungen um das Kap der Guten Hoffnung. Zudem sorgen steigende Ölpreise für einen höheren Treibstoffverbrauch und zunehmende Transportkosten.

Entscheidungen der Reedereien

Diverse Frachtführer haben inzwischen Maßnahmen ergriffen. Diese Maßnahmen umfassen unter anderem die vorübergehende Aussetzung von Anläufen in bestimmten Häfen, „End of Voyage“-Erklärungen, die Umleitung von Schiffen in sichere Häfen sowie die Einführung von Kriegs-, Risiko- und Notfallzuschlägen.

Diese Entwicklungen können Auswirkungen auf Sendungen in den oder über den Nahen Osten haben. Mögliche Folgen sind längere Transitzeiten, Wartezeiten in Häfen, Änderungen der Löschhäfen, Containerknappheit, Staus in regionalen Hubs und zusätzliche Kosten, die von den Reedereien weitergegeben werden.


Auswirkungen auf die Luftfracht

Auch im Luftfrachtsektor sind die Folgen deutlich sichtbar. Allein in der vergangenen Woche wurden mehr als 6.700 Verspätungen und Tausende von Annullierungen gemeldet, die in direktem Zusammenhang mit den militärischen Aktivitäten in der Region stehen.

Wichtige Hubs in der Golfregion wie Dubai, Doha und Abu Dhabi spielen normalerweise eine entscheidende Rolle für die weltweite Luftfrachtanbindung. Da der Luftraum über dem Iran und den umliegenden Gebieten nun als unsicher gilt, sind Fluggesellschaften gezwungen, Flüge über nördliche oder südliche Korridore umzuleiten.

Diese Umleitungen führen zu längeren Flugrouten und höheren Betriebskosten. Gleichzeitig steigen die Treibstoffkosten, und mehrere Fluggesellschaften haben BSA-Vereinbarungen widerrufen. Einige Golf-Airlines haben zudem ihren Betrieb vorübergehend eingeschränkt oder eingestellt.

Durch die Kombination aus verringerter Kapazität, längeren Routen, höheren Treibstoffkosten und einer größeren Abhängigkeit vom Spotmarkt entsteht derzeit ein deutlicher Aufwärtsdruck auf die Luftfrachtraten. Zudem können die Transitzeiten zunehmen, und die Verfügbarkeit von Kapazitäten kann kurzfristig begrenzter sein als üblich.


Vertragliche Situation

Van der Helm agiert als Spediteur gemäß den niederländischen Speditionsbedingungen. In Artikel 12 werden die Pflichten des Spediteurs im Falle höherer Gewalt beschrieben.

Im Falle höherer Gewalt werden die Verpflichtungen für die Dauer dieser Situation ausgesetzt. Etwaige daraus resultierende Mehrkosten, wie Transportkosten, Lagerkosten, Lager- oder Geländemiete, Demurrage, Versicherungen, Entladung und andere damit verbundene Kosten, gehen zu Lasten des Auftraggebers.


Van der Helm als Logistikpartner

Van der Helm beobachtet die Situation weiterhin genau und sucht, wo immer möglich, nach alternativen Logistiklösungen. Dabei vertreten wir aktiv die Interessen unserer Kunden in Abstimmung mit Frachtführern und anderen beteiligten Parteien innerhalb der Lieferkette.

Die aktuelle Situation kann sich schnell ändern. Routen, Tarife und Planungen können daher kurzfristig angepasst werden. Selbstverständlich halten wir unsere Kunden über relevante Entwicklungen in Bezug auf ihre Sendungen auf dem Laufenden.

Haben Sie Fragen zu bestimmten Sendungen oder möchten Sie gemeinsam nach alternativen Logistiklösungen suchen? Kontaktieren Sie gerne unser Team. Gemeinsam suchen wir nach der passendsten Lösung unter den aktuellen Umständen.

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