Van der Helm Logistics

Die Containerschifffahrt steht vor einem herausfordernden Jahrzehnt. Während Reedereien weltweit massiv in neue Schiffe investieren, wächst die Nachfrage nach Containertransport deutlich weniger stark. Dies setzt das Gleichgewicht zwischen Kapazität und Frachthandel weiter unter Druck und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen Überkapazität.

Rekordvolle Auftragsbücher und gesättigte Kapazität
Laut der Financial Times (Januar 2025) haben Reedereien eine Rekordzahl an Containerschiffen bestellt. Dadurch wächst die weltweite Flotte bis 2026 um 46 % im Vergleich zu 2019, während die Nachfrage im gleichen Zeitraum voraussichtlich nur um 22 % zunimmt. Dies deutet auf eine strukturelle Diskrepanz hin, die bei gleichbleibendem oder sinkendem Handelsvolumen langfristigen Preisdruck verursachen kann.

Welthandel und Frachtraten unter Druck
Die Bedenken sind nicht neu. Maersk-CEO Vincent Clerc warnte bereits im März 2024, dass die Containerschifffahrt weltweit mit Überkapazität zu kämpfen hat. Frachtraten sind seiner Meinung nach auf Niveaus gesunken, die langfristig nicht haltbar sind. Die Ankunft vieler neuer Schiffe – ein Kapazitätswachstum von 9 % im Jahr 2024 und voraussichtlich weitere 11 % im Jahr 2025 (Reuters) – verschärft dieses Problem.

Weiterhin investieren trotz Risiken
Dennoch setzen Reedereien die Skalierung fort. Eine Analyse der Financial Times (April 2024) zeigt, dass die Kapazität in den Jahren 2023–2024 bereits um 8 % wuchs und im Jahr 2025 weitere 10 % hinzukommen werden. Trotz Anzeichen von Überkapazität werden die Investitionen weiterhin in hohem Tempo fortgesetzt, was den Druck auf die Branche erhöht.

Zehn Jahre Überkapazität?
Obwohl keine Quelle einen festen Zeitraum von zehn Jahren nennt, zeichnen die aktuellen Trends ein Szenario, in dem sich die Überkapazität noch jahrelang fortsetzen kann. Große Bauprogramme laufen sicherlich bis 2026 weiter, während das Wachstum im Frachthandel strukturell hinter dem Kapazitätszuwachs zurückbleibt. Die Folge: anhaltende Spannung zwischen Angebot und Nachfrage und ein Markt, der unter langfristigen Druck geraten kann.

Fazit
Die Containerschifffahrt bewegt sich auf eine strukturelle Überkapazität zu. Mit einem erwarteten Flottenwachstum von 46 % und einem Nachfrageanstieg von nur 22 % ist das Risiko eines langfristigen Ungleichgewichts real. Analysten warnen, dass dies in den kommenden Jahren zu Druck auf Frachtraten und Rentabilität führen wird. Wie lange diese Situation anhält, hängt sowohl von den Marktentwicklungen als auch von der Bereitschaft der Reedereien ab, ihren Investitionskurs zu überdenken.

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