Jede Organisation, die Waren innerhalb oder außerhalb der EU importiert oder exportiert, benötigt eine EORI-Nummer. Diese Economic Operators Registration and Identification-Nummer identifiziert Unternehmen beim Zoll und wird bei allen Zollabwicklungen verwendet.
Es scheint eine Formalität zu sein, aber ein Fehler in der EORI-Nummer kann große finanzielle Folgen haben. Besonders für den Zollvertreter.
Was ist eine EORI-Nummer?
Eine EORI-Nummer ist eine eindeutige Identifikationsnummer, die Unternehmen in ihrer Kommunikation mit dem Zoll verwenden. Ohne diese Nummer können Sie keine Zollanmeldung abgeben oder Sendungen verarbeiten.
Unternehmen beantragen die EORI-Nummer beim Zoll, wobei sie wählen können, ob ihre Daten im öffentlichen Register der Europäischen Kommission sichtbar werden sollen.
Das Risiko einer falschen EORI
Gerade darin liegt die Gefahr. Wenn ein Unternehmen keine Zustimmung zur öffentlichen Nennung gibt, können Sie online zwar sehen, dass eine EORI gültig ist, aber nicht von wem sie ist.
Das bedeutet, dass ein Kunde mit einer falschen EORI-Nummer registriert werden kann, mit allen Konsequenzen.
Verwenden Sie als Zollvertreter versehentlich die EORI einer anderen Entität als der Partei, für die Sie bevollmächtigt sind, dann vertritt Ihre Anmeldung das falsche Unternehmen. In diesem Fall erlischt die Gültigkeit der Vollmacht und Sie können als Vertreter als Schuldner haftbar gemacht werden.
Das Gerechtshof Amsterdam bestätigte dies kürzlich erneut: Bei der Frage, wer als Anmelder gilt, ist die verwendete EORI-Nummer ausschlaggebend, nicht der Name oder die Adresse in der Anmeldung.
Lesen Sie hier die Entscheidung.
Worauf müssen Sie als Organisation achten?
Prüfen Sie immer sorgfältig, ob die EORI-Nummer tatsächlich zu Ihrem Kunden gehört. Fragen Sie nach Belegen wie:
- einem aktuellen Handelsregisterauszug;
- einem EORI-Registrierungsnachweis;
- oder anderen Unterlagen, in denen die Verbindung zwischen der Nummer und der juristischen Person deutlich wird.
Darüber hinaus ist es wichtig, bei ausländischen Kunden wachsam zu bleiben. Einige Konzerne haben EU-Niederlassungen mit einer EORI, während das Hauptunternehmen außerhalb der EU ansässig ist. In diesem Fall kann ein Unternehmen zu Unrecht als direkt vertreten aufgeführt werden – etwas, das nicht zulässig ist und zu gesamtschuldnerischer Haftung führen kann.
Vorbeugen ist besser als korrigieren
Eine einfache Kontrolle der EORI-Nummer und der Niederlassungsadresse Ihres Kunden beugt großen Risiken vor.
Sorgen Sie dafür, dass Sie diese Daten regelmäßig überprüfen, legen Sie die Belege in Ihrer Kundenakte ab und seien Sie bei neuen Beziehungen besonders wachsam.
Bei Van der Helm helfen wir unseren Kunden täglich, Risiken in der internationalen Kette zu begrenzen. Unsere Zollexperten beraten und begleiten bei korrekter Registrierung, Dokumentation und Einhaltung europäischer Vorschriften.
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