Die Europäische Union bestätigt eine wichtige Änderung der Zollpolitik für den E-Commerce. Ab 2026 entfällt die 150-€-Freigrenze für Zölle. Dies bedeutet, dass auch kleine Bestellungen Zöllen unterliegen können. Gleichzeitig wird für alle Fernverkäufe von außerhalb der EU eine obligatorische Bearbeitungsgebühr von zwei Euro pro Paket eingeführt, auch wenn der Wert unter 150 € liegt.
Warum die EU diesen Schritt unternimmt
Die Änderungen resultieren aus dem enormen Wachstum von Sendungen mit geringem Wert, die oft bewusst zu niedrig deklariert wurden. Dies führte zu unlauterem Wettbewerb für europäische Einzelhändler und machte das Zollsystem immer schwieriger zu kontrollieren. Die EU will ein transparenteres System schaffen, in dem jede Sendung korrekt bewertet und fair behandelt wird.
Was sich ab 2026 genau ändert
Ab 2026 ändert sich viel für Unternehmen, die an EU-Verbraucher verkaufen. Jedes Paket aus einem Nicht-EU-Land unterliegt den Zollbestimmungen, unabhängig vom Wert. Die Bearbeitungsgebühr von zwei Euro pro Paket gilt für jeden Fernverkauf von außerhalb der EU. Dies macht die Auswirkungen für Webshops, die viele kleine Bestellungen versenden, direkt spürbar.
Die Abschaffung der Freigrenze bedeutet, dass geringwertige Bestellungen häufiger Zöllen unterliegen. Die Wahrscheinlichkeit zusätzlicher Kosten und Komplexität steigt dadurch sowohl für Versender als auch für Empfänger.
Neue Verantwortlichkeiten für E-Commerce-Plattformen
E-Commerce-Plattformen werden zunehmend als angesehener Importeur benannt. Sie müssen während des Bezahlvorgangs Mehrwertsteuer und Zölle einziehen und diese an die europäischen Behörden abführen. Dies erfordert klare Wertbestimmungen, korrekte Dokumentation und genaue Prozesse sowohl auf der Webshop-Seite als auch in der Logistikkette.
Auswirkungen auf Nicht-EU-Verkäufer und britische Webshops
Für Unternehmen außerhalb der EU, darunter viele britische Webshops, nimmt der administrative Druck weiter zu. Die Gesamtkosten pro Sendung steigen und die Verpflichtungen rund um die Mehrwertsteuerregistrierung und Zollanmeldungen werden intensiver. Unternehmen, die diese Kosten nicht weitergeben können, erleben Druck auf ihre Margen.
Die Veränderungen betreffen nicht nur Verkäufer, sondern auch Verbraucher, Marktplätze und Logistikdienstleister. Genauigkeit und Einsicht werden hierdurch wichtiger denn je.
Die Kette muss sich auf eine neue Zollumgebung vorbereiten
Die neuen Regeln haben Einfluss auf die gesamte Lieferkette. Verbraucher haben häufiger mit Zollgebühren zu tun. Logistikunternehmen, Makler und Marktplätze müssen Prozesse verschärfen und die Dokumentation sorgfältig bereitstellen. Ein gut abgestimmter Logistikfluss und eine korrekte Wertangabe werden entscheidend.
2026 steht vor der Tür
Für Cross-Border-E-Commerce-Unternehmen ist dies der ideale Zeitpunkt, um vorauszublicken und die Logistikstrategie zu überdenken. Wer rechtzeitig antizipiert, vermeidet Verzögerungen, unerwartete Kosten und Unklarheiten gegenüber Kunden.
Van der Helm hilft Unternehmen, den Überblick zu behalten
Van der Helm verfolgt diese Entwicklungen aufmerksam. Mit unserer Erfahrung in internationaler Logistik und Zollprozessen unterstützen wir Organisationen, die auf die neuen europäischen Zollbestimmungen vorbereitet sein wollen.
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