Der Logistiksektor hat in diesem Sommer mit verschiedenen Störungen zu kämpfen. Überlastungen in europäischen Häfen, Straßenbauarbeiten, Protestaktionen und niedrige Wasserstände können die Transitzeiten und verfügbaren Transportrouten beeinflussen.
Bei Van der Helm Logistics verfolgen wir die Entwicklungen genau. So können wir rechtzeitig antizipieren und gemeinsam mit Ihnen nach passenden Alternativen suchen, falls Ihre Sendungen betroffen sind.
Überlastung in großen europäischen Häfen
Wichtige europäische Häfen, darunter Rotterdam, Antwerpen und Hamburg, verzeichnen regelmäßig Überlastungen und längere Wartezeiten. Die Störungen sind unter anderem auf hohe Temperaturen, hohes Aufkommen an den Terminals und eine begrenzte Personalverfügbarkeit zurückzuführen.
Da diese Häfen eine zentrale Rolle in internationalen Lieferketten spielen, können sich Verzögerungen auf den anschließenden Straßen-, Schienen- und Binnenschiffstransport auswirken. Die genauen Auswirkungen variieren je nach Terminal, Reederei und Fahrtroute.
Straßenbauarbeiten sorgen für zusätzliches Verkehrsaufkommen
Auch auf den niederländischen Straßen muss mit längeren Reisezeiten gerechnet werden. Seit dem 18. Juli gilt auf der Merwedebrug auf der A27 bei Gorinchem ein Lkw-Fahrverbot aufgrund von Bedenken hinsichtlich der baulichen Sicherheit.
Täglich müssen deshalb schätzungsweise 18.000 Lkw unter anderem auf die A2, A15 und A16 ausweichen. Dies führt zu zusätzlichem Verkehrsdruck auf wichtigen Logistikkorridoren.
Darüber hinaus finden in diesem Sommer auf verschiedenen Strecken Bauarbeiten statt:
- A1 zwischen Eemnes und Muiderberg
- A12 zwischen Lunetten und Veenendaal
- A16 bei der Moerdijkbrug
- A20 zwischen Kleinpolderplein und Terbregseplein
- A27 zwischen Everdingen und Gorinchem
- N3 bei der Papendrechtsebrug
- N210 bei der Algerabrug
Die Kombination aus Bauarbeiten und Umleitungen kann zu Verzögerungen von etwa 30 bis 60 Minuten führen. Zu Stoßzeiten können die Verzögerungen weiter zunehmen.
Protestaktionen können den lokalen Verkehr stören
Ende Juli fanden an verschiedenen Orten Bauernproteste gegen die angepasste Stickstoffpolitik der niederländischen Regierung statt. Traktoren befuhren unter anderem Abschnitte der A27 und A28.
Neue Demonstrationen und vorübergehende Straßenblockaden bleiben möglich. Solche Aktionen werden oft kurzfristig angekündigt und können lokal für Verzögerungen sorgen.
Auch der Schienengüterverkehr war in diesem Jahr mit unerwarteten Blockaden durch Aktivisten konfrontiert. Frühere Aktionen betrafen unter anderem die Hafenbahnlinie in Rotterdam und die Betuweroute. Derzeit sind keine aktiven Blockaden gemeldet, aber neue Aktionen können nicht ausgeschlossen werden.
Niedrige Wasserstände beeinträchtigen die Binnenschifffahrt
Aufgrund der anhaltenden Dürre ist der Twentekanal seit dem 25. Juli für die gewerbliche Schifffahrt gesperrt. Binnenschiffe müssen daher alternative Routen nutzen.
Für Güterströme in Richtung Ostniederlande kann dies zu längeren Transitzeiten und höheren Transportkosten führen. Zudem kann ein zusätzlicher Druck auf den Straßentransport entstehen, wenn Ladung vorübergehend nicht per Binnenschiff befördert werden kann.
Berücksichtigen Sie zusätzliche Transportzeit
Die Situation kann sich täglich und je nach Route ändern. Wir beobachten die Entwicklungen und prüfen bei Bedarf alternative Routen, Modalitäten oder Ladezeiten, um die Auswirkungen auf Ihre Lieferkette so gering wie möglich zu halten.
Haben Sie Fragen zu einer laufenden Sendung oder möchten Sie wissen, was diese Entwicklungen für Ihre Planung bedeuten? Dann wenden Sie sich bitte an Ihren festen Ansprechpartner bei Van der Helm Logistics.